Verkabelung von Lautsprechern


Verkabelung von Lautsprechern
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Im heutigen Beitrag befassen wir uns mit dem Verkabeln von Lautsprechern und den damit verbundenen Konsequenzen. Die Sache ist im Grunde ganz einfach, dennoch kommen hier immer wieder Fragen auf, was bei welcher Art von Verkabelung zu beachten ist. Wir versuchen also, hier mal ordentlich aufzuklären. Packen wir’s an:


Der Widerstand – was hat es mit den Ohm auf sich?

Bei der Verkabelung von Lautsprechern gibt es grundsätzlich 2 Varianten – seriell und parallel. Die eigentliche Frage ist hier, wann man welche Art nutzt, bzw. auf was genau man bei der jeweiligen Art aufpassen muss.

Der Hauptunterschied liegt beim Widerstand – und genau hier, müssen wir einen kurzen Exkurs machen. Verstärker werden normalerweise mit einer bestimmten Leistung (in Watt) bei einem gewissen Widerstand (Ohm Ω ) angegeben. Das steht dann zum Beispiel ca. in dieser Weise auf einer Endstufe:

  • 400 W @ 8 Ohm
  • 700 W @ 4 Ohm
  • 1100 W @ 2 Ohm

Das bedeutet, dass die Endstufe eben zum Beispiel bei 8 Ohm 400 Watt leistet. Wenn dem Verstärker weniger Widerstand entgegengesetzt wird (also z.B. 4 Ohm), dann bringt er zwangsläufig auch mehr Leistung. Also je höher der Widerstand, desto weniger Leistung verarbeitet der Lautsprecher.

Damit das auch Sinn ergibt, wird nun auch bei jedem Lautsprecher angegeben, wie viel Widerstand er dem Verstärker „entgegensetzt“. Da steht dann zum Beispiel drauf:

  • 500 Watt RMS – 8 Ohm

Das heißt für uns:

Eine Wattzahl ohne dazugehörigem Widerstand ist nicht sehr aussagekräftig.

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Was das nun konkret beim Verkabeln bedeutet, klären wir jetzt:

Paralleles Verkabeln bedeutet, dass von Lautsprecher zu Lautsprecher „+“ und „-“ immer gleich verkabelt werden. Also das Pluskabel vom ersten Lautsprecher kommt auf das Pluskabel vom zweiten und bei Minus dasselbe.

Damit man sich das besser vorstellen kann, hier ein Bild:

[TS_VCSC_Image_Full image=“2204″ attribute_alt=“false“ break_parents=“5″ margin_left=“0″ margin_right=“0″ margin_top=“0″ margin_bottom=“0″]

Bei der obigen parallelen Verkabelung verkleinert sich der Widerstand. Hätten die beiden Lautsprecher aus dem Beispiel jeweils 8 Ohm, so würden es bei dieser Verkabelung insgesamt nur noch 4 Ohm sein. Hat man zum Beispiel 3 Lautsprecher mit je 8 Ohm und hängt sie parallel zusammen, so muss man 8/3 rechnen, was insgesamt 2,66 Ohm sind. Bei 4 Lautsprecher wären es 8/4, also 2 Ohm…


Bei der seriellen Verkabelung wird das Signal durch alle Lautsprecher quasi nacheinander durchgeschliffen. Wie die Verkabelung hier funktioniert, seht ihr auf dem unteren Bild. Plus des Verstärkers an das Plus des ersten Lautsprechers und das Minus des Verstärkers an das Minus des letzten Lautsprechers. Alle dazwischen werden durchverbunden.

[TS_VCSC_Image_Full image=“2207″ attribute_alt=“false“ break_parents=“5″ margin_left=“0″ margin_right=“0″ margin_top=“0″ margin_bottom=“0″]

Beim seriellen Verkabeln erhöht sich der Widerstand. Haben wir also 2 Lautsprecher mit 8 Ohm, so haben sie in Serie 16 Ohm. Bei 3 Lautsprecher sind es 8×3 also 24 Ohm. Und so weiter…


Wozu also das Ganze? Nun, wie oben schon beschrieben, wird auf Endstufen immer angegeben, wie viel Leistung sie bei z.B 8 Ohm bringen. Auch wenn als höchste Zahl nur 8 Ohm angeschrieben steht, so würde der Verstärker natürlich auch bei 16 Ohm noch Leistung bringen, nur eben etwa halb so viel. Dann wirds zwar leiser, schadet aber der Endstufe nicht.

Nach unten hin wird es etwas gefährlicher – bei weniger Widerstand bringt die Endstufe natürlich auch mehr Strom durch die Spule im Lautsprecher (=höhere Leistung) und das kann zur Überlastung führen. Bei jeder Endstufe wird angegeben was der Mindestwiderstand (Mindestimpedanz) sein muss. Kommt man auf noch weniger, kann die Endstufe Schaden nehmen, da ihre Bauteile nicht für so viel Leistung ausgelegt sind. (zumeist wird 2 Ohm als Minimum pro Kanal angegeben) Also immer aufpassen.

Hat man das Pech, dass auf einem Lautsprecher nichts angegeben ist oder leider das Etikett weg ist, auf dem stand, wie viel Ohm er hat, dann kann man das auch mit einem Messgerät messen. Aber Achtung:

Die Impedanz (=Widerstand) eines Lautsprechers ist nicht gleich dem „Gleichstrom Widerstand“, wie man ihn oft auf Messgeräten wählen kann, sondern der Wechselstromwiederstand. Dieser lässt sich nicht so leicht messen, jedoch genügt es, einfach den Gleichstromwiderstand zu messen. Dieser wird etwas höher sein, also die tatsächliche Impedanz. (Bei einem 8 Ohm Lautsprecher vielleicht 8,3) Da es bei Lautsprechern eigentlich nur 2,4,8,16 Ohm gibt, weiß man in welchem Bereich man sich bewegt!


Wir hoffen, dass wir euch dieses Thema etwas näher bringen konnten. Sollte es noch Fragen geben, dann schreibt uns doch einfach per Mail oder eben einen Kommentar direkt unter den Beitrag. Wir freuen uns darüber und versuchen so schnell wie möglich zu helfen!

In diesem Sinne – stay tuned

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