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Der Pegel eines Lautsprechers


Der Pegel eines Lautsprechers
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Heute befassen wir uns mal mit allen grundsätzlich relevanten Angaben eines Lautsprechers, die etwas über die erreichbare Lautstärke aussagen.

Die gängige Laienmeinung, dass die Leistungsangabe eines Lautsprechers, schon alles über den Lautsprecher aussagt, ist leider nicht richtig. Es gibt ja auch noch andere Daten. Was also bedeuten die einzelnen Angaben und vor allem, wie spielen sie zusammen eine Rolle? – Das ist die Frage die es zu klären gilt.

Die wichtigsten Angaben bei einem Lautsprecher sind:
  • Leistung (in Watt) 
  • Sensitivität/Sensitivity/Kennschalldruckpegel/Wirkungsgrad (in dB/W/1M)
  • Widerstand (in Ohm)

Für uns relevant sind die ersten beiden Kandidaten. Ein sehr häufiger Fehler beim Kauf von Speakern ist, dass man rein auf die Wattzahl schaut. Da ergeben sich aber gleich mehrere Probleme.

  1. Muss es sich dabei um die RMS Leistung handeln, sonst nicht aussagekräftig (Mehr dazu in unserem Artikel „Die Wattlüge„)
  2. Sagt das noch nicht alles darüber aus, wie laut es schlussendlich sein wird
  3. vernachlässigt man noch die zweite wichtige Größe – nämlich den Kennschalldruckpegel

Zur Sensitivity sei noch gesagt: Das ist der Schalldruck, den der Lautsprecher bei einem Watt zugeführter Leistung auf 1 Meter abstrahlt.


Was muss man also beachten? Warum sagt die Angabe der Leistung noch nicht alles über den Lautsprecher aus?

 

Das sind klassische Fragen – die Antwort ist relativ einfach. Natürlich beschreibt die Leistungsangabe, wieviel Leistung der Lautsprecher „verarbeiten“ kann ohne Schaden zu nehmen. Wie laut er dabei ist, sagt sie aber nicht aus. Da kommt jetzt der Kennschalldruck ins Spiel.

Wenn ein Lausprecher mit 500 Watt RMS und 89 db/1W/1M angegeben ist, so kann man sich damit ausrechnen, wie laut es wird. Wie man das macht – besprechen wir jetzt.

Erstens muss man wissen, dass der Schalldruck um 3 dB zunimmt, wenn man die Leistung verdoppelt. DAS IST SEHR WICHTIG! Wenn der Lautsprecher also mit 89 dB/1W/1M angegeben ist so sind es bei 92 dB 2 Watt/Meter. Bei 95 dann 4 Watt und bei 98 sind es 8 Watt.

Um zu verdeutlichen was das in der Praxis bedeutet, sehen wir uns ein Beispiel an. Wir vergleichen zwei Lautsprecher mit der gleichen Leistung, aber unterschiedlicher Sensitivity miteinander.

Wir stellen uns nun vor, der Lautsprecher hängt an einem Verstärker der immer mehr aufgedreht wird. Wir fangen bei 1 Watt an und verdoppeln immer. Das machen wir so lange, bis wir an die Grenze der Angabe des Lautsprechers kommen. In unserem Fall 500 Watt.


Lautsprecher 1: 89 db / W / 1M und 500 W RMS

1 Watt –> 89 dB / 1 Meter Abstand
2 Watt –> 92 dB / 1 Meter Abstand
4 Watt –> 95 dB / 1 Meter Abstand
8 Watt –> 98 dB / 1 Meter Abstand
16 Watt –> 101 dB / 1 Meter Abstand
32 Watt –> 104 dB / 1 Meter Abstand
64 Watt –> 107 dB / 1 Meter Abstand
128 Watt –> 110 dB / 1 Meter Abstand
256 Watt –> 113 dB / 1 Meter Abstand
512 Watt –> 116 dB / 1 Meter Abstand

Lautsprecher 2: 98 dB/W/1M – 500 W RMS

1 Watt –> 98 dB / 1 Meter Abstand
2 Watt –> 101 dB / 1 Meter Abstand
4 Watt –> 104 dB / 1 Meter Abstand
8 Watt –> 107 dB / 1 Meter Abstand
16 Watt –> 110 dB / 1 Meter Abstand
32 Watt –> 113 dB / 1 Meter Abstand
64 Watt –> 116 dB / 1 Meter Abstand
128 Watt –> 119 dB / 1 Meter Abstand
256 Watt –> 122 dB / 1 Meter Abstand
512 Watt –> 125 dB / 1 Meter Abstand


An diesem Beispiel sieht man eindeutig, dass der Lautsprecher mit dem besseren Kennschalldruck auch deutlich mehr Pegel schafft. Anders gesagt, bräuchte der rechte Lautsprecher nur 64 Watt um denselben Pegel zu erreichen, als der linke Lautsprecher bei 512 Watt. (und natürlich komplett ohne Probleme, während der linke Speaker schon an der Belastbarkeitsgrenze spielt)

Fassen wir also zusammen:

Beim Lautsprecherkauf nur darauf zu achten wie leistungsstark er ist, ist sicherlich nicht der richtige Weg. Immer auch darauf schauen, wie effektiv der Speaker ist. Diese Tabelle von oben kann man sich leicht auch selbst bei jeden Lautsprecher ausrechnen, wenn man die Daten kennt. Das würde ich euch schwer empfehlen.

Hinzu kommt, dass 10dB mehr, ungefähr die gefühlte DOPPELTE Lautstärke ist. Der rechte Lautsprecher aus dem Beispiel oben, ist demnach beinahe doppelt so laut als der linke und das bei gleicher zugeführter Leistung.

Ganz oben haben wir auch noch den Widerstand in Ohm angegeben – der hat hier keinen Einfluss, sondern erst bei der Verkabelung von Lautsprechern. Das besprechen wir ein anderes Mal. Bis dahin: Immer beim Kauf auf beide Angaben schauen und dann überlegen, ob es sinnvoll ist.

In diesem Sinne – stay tuned

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