Frequenzweichen – wozu braucht man die?


Frequenzweichen – wozu braucht man die?
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Immer wenn es getrennte Lautsprecher für hohe Töne und Bass gibt, kommen zwingend Frequenzweichen zum Einsatz. Doch für was sind Aktivweichen und wofür Passivweichen? Sämtliche Infos dazu und wo die Vor- und Nachteile der jeweiligen Typen liegen, klären wir in diesem Beitrag.

Vorweg: dieses Thema ist ziemlich komplex, da es viele verschiedene individuelle Systeme und Arten von Lautsprechern und natürlich auch Frequenzweichen gibt. Wir versuchen es also so allgemein wie möglich zu halten.

Funktionsweise von Frequenzweichen:

Eine Frequenzweiche ist dazu da, um für die einzelnen Lautsprecher die optimalen Frequenzen – also Tonhöhen – auszugeben. Warum? Weil ein Basslautsprecher natürlich mit sehr hohen Tönen zu kämpfen hat. Die Membran ist bei einem großen Subwoofer einfach zu träge um hohe Töne ordentlich wiedergeben zu können. Es ergeben sich außerdem auch Hitzeprobleme, da die Spule nicht ordentlich gekühlt wird, wenn sich die Membran nicht oder nur sehr wenig bewegt.

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Umgekehrt hat ein Speaker, der für hohe Töne konzipiert wurde, auch keine Freude mit besonders tiefen Frequenzen. Hier ist natürlich die mechanische Belastung ein Problem, weil ein Hochtöner natürlich wenig Hub machen kann, was bei Bass aber nötig wäre. Man überlastet ihn also sehr schnell.

Diesen Probleme geht man mit Frequenzweichen elegant aus dem Weg, denn durch die Verwendung einer Weiche, bekommt jeder Lautsprecher nur die Frequenzen die er optimal wiedergeben kann und die er am besten „verträgt“. (vorausgesetzt sie ist richtig eingestellt 😉 )

Aktiv und/oder passiv?

Grundsätzlich unterscheidet man 2 verschiedene Typen: Aktivweichen und Passivweichen

Aktiv bedeutet einfach gesagt, dass die Trennung der Frequenzen noch VOR dem Verstärker stattfindet.

Vorteile: Genaue Einstellung, Änderung jederzeit möglich

Nachteile: Preis, mehrere Verstärkerkanäle nötig, mehr Kabelaufwand

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Passiv bedeutet NACH der Endstufe, also meistens erst im Lautsprechergehäuse.

Vorteile: Einfach zu bauen, günstig

Nachteile: Leistungsverluste, wenig Möglichkeiten nachträglich etwas zu ändern

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Eine aktive Trennung ist wegen Klang, Einstellungsmöglichkeiten und Flexibilität eigentlich immer zu bevorzugen – kostet allerdings natürlich auch etwas mehr. Wenn es das Budget irgendwie zulässt, sollte man zur Aktivvariante greifen.

Im nächsten Beiträg klären wir die Einstellmöglichkeiten und wie das bei Aktivtrennung normalerweise gemacht wird. Bis dann und see you

 

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