dmx-beitragsbild-franki-events

Lichtsteuerung per DMX – das muss man wissen!


Lichtsteuerung per DMX – das muss man wissen!
Bewerte diesen Beitrag

Was ist DMX und wozu braucht man es?

DMX steht für Digital Multiplex und ist ein Protokoll zur Steuerung von Scheinwerfern – besonders für bewegte oder intelligente Lichter.

Was ist überhaupt ein Protokoll? Einfach gesagt, sind Protokolle in der EDV oder Kommunikationstechnik eine Regel, nach der Abläufe passieren müssen. Und zwar überall, auf jedem Gerät und jedem Betriebssystem gleich. Ein klassisches Beispiel dafür ist das TCP/IP Protokoll. Das funktioniert ja auch auf einem MAC und Windows PC gleichermaßen. Das ist sehr vorteilhaft, da man so immer nach dem gleichen Prinzip vorgehen kann.

So – nachdem das geklärt ist, können wir zur Anwendung und Technik kommen.


Es gibt grundsätzlich, wie in vielen Bereichen, die Möglichkeit, Geräte entweder per Kabel oder per Funk zu verbinden. Wobei es hier noch einige Diskussionen über die Betriebssicherheit bei der Funkvariante gibt, da bei Funkübertragung immer Probleme auftreten können, was bei Kabel grundsätzlich nicht so häufig ist. (Kabelbruch mal ausgeschlossen) Im Bild rechts, seht ihr ein Beispiel für ein 3-poliges DMX Kabel.

Wir gehen hier  von der verkabelten Variante aus. Wie macht man das also richtig?

Eigentlich ist es total easy. Jedes DMX-fähige Gerät hat einen DMX Eingang (Input) und einen DMX Ausgang (Output). Man muss also das Kabel nur von einem Gerät zum nächsten führen und alle Geräte die man steuern will durchverkabeln. In welcher Reihenfolge die Geräte verbunden werden, ist vollkommen egal. Das erleichtert die Verkabelung sehr.

Aber warum ist das so? Ganz einfach – über das DMX Kabel werden immer ALLE „Befehle“ für ALLE Geräte gesendet. Man kann einem Gerät allerdings eine eindeutige Adresse geben und alleine diese Adresse entscheidet, welche „Befehle“ es sich von der Datenleitung abholt, alle anderen werden ignoriert. So kann das Gerät mit der Adresse 1 ganz am Schluss des Kabels hängen, es wird trotzdem nur die Dinge ausführen, die auf Adresse 1 gesendet werden.

Soweit klar? Dann gleich weiter zum nächsten Thema: Adressvergabe

Jetzt wird’s richtig interessant. Beim Vergeben der Adressen, muss man nämlich durchaus fit beim Kopfrechnen sein. (oder eines der Tools im Internet nutzen)

Basics:

Über ein DMX Universum (so nennt man eine verkabelte Gerätelinie) kann man 512 verschiedene Adressen vergeben. Das Problem, oder besser, die Herausforderung dabei ist, dass jedes Gerät nicht nur einen Adressplatz braucht sondern mehrere. Der Grund dafür ist, dass die Geräte zumeist viele Funktionen haben. Wenn man als Beispiel einen Moving Head nimmt, so wird das ganz schnell klar. Man will ihn ja auch bewegen also links-rechts (Pan) oder auf-ab (Tilt) und dafür braucht er schon 2 Plätze. Kommt dann noch die Farbwahl und die Helligkeit hinzu, hätten wir 4 belegt. Zumeist gibt es dann noch Gobos, die Rotation der Gobos, Stroboeffekt usw…. Du siehst also – hier sind gleich 7 oder mehr Plätze weg. Was bedeutet das konkret?

Wie oben schon erklärt, gibt es insgesamt 512 Plätze. Man fängt normalerweise immer bei 1 an. Gehen wir davon aus, dass der Moving Head im obigen Beispiel 7 Adressplätze verbraucht.

Wenn wir ihm also die Startadresse 1 geben, so muss das nächste Gerät die Startadresse 8 bekommen, weil er selbst ja 7 verbraucht. Wenn das zweite Gerät beispielsweise 4 Plätze braucht, dann bekommt es die Startadresse 8 und belegt die nächsten 4. Das darauffolgende Gerät muss also mit 12 beginnen.

Wieviele Adressplätze (oder auch Kanäle) ein Gerät verbraucht, steht immer in der Bedienungsanleitung. (ja auch richtige Männer müssen an dieser Stelle die Bedienungsanleitung anschauen! )

Wie stellt man diese Adressen am Gerät nun richtig ein?

Wenn du den Text von gerade eben verstanden hast, kommt natürlich der nächste Punkt – die Adressvergabe. Die hat es ein wenig in sich, weil man hier rechnen muss.

Das Problem ist, dass bei vielen Geräten sogenannte Dip-Switches zur Adresseinstellung verwendet werden. Bei neueren Modellen gibt es oft auch schon Digitaldisplays, da geht das viel einfacher.

Befassen wir uns also mit den Dip-Schaltern. Das sieht so aus: